alles was vorher war...

Mit der Schilddrüsen-OP hat es begonnen, da dachte ich noch, alles käme in Ordnung.
Dann äußerten sich diese Symptome, und da nahm der Horror seinen Anfang. Schließlich kamen immer mehr Arztbesuche zu, und auch die Krankenhäuser blieben nicht aus.

Und alles was jetzt danach kommt, das schreibe ich hier nieder, denn mir wurde gesagt, ich leide unter einer psychosomatischen Ess-Störung... die sich als reine Angststörung entpuppt hat.

Sonntag, 12. Januar 2014

mal was anderes

Ist ja lange her, das ich gewisse Lebensmittel zu mir genommen habe. Mittlerweile esse ich von der Menge her täglich wohl mehr als früher. Und anders, will ich meinen. Das Problem ist die Konditionierung, die ich in den vergangenen Monaten habe erfahren dürfen angesichts dessen, das ich so oft im Krankenhaus war. Da gibts das Futter um feste Uhrzeiten - und auch mein Hausarzt hatte mir zu Beginn des ganzen Dramas den Tipp gegeben, feste Zeiten einzuhalten, dann würde man automatisch irgendwann essen,
ob Hunger oder nicht bzw. der Hunger stelle sich um eine feste Zeit ein. Japp, stimmt, denn selbst wenn ich morgens noch kaum die Augen richtig auf habe und mein Kopf an sich noch im Traumland schlummert, futtere ich schon ein Brot, ohne darüber nachzudenken, ob ich wirklich Hunger schiebe oder nicht. Automatismus. Konditionierung eben.
 Und so habe ich ja nun ständig Hunger. Esse ich "zwischen den Zeiten", dann stellt sich trotzdem eine halbe Stunde/Stunde später, wenn es beispielsweise punkt 13 Uhr ist, der Mittagshunger ein. Ist nicht wirklich so angenehm, denn richtig sattessen ist einfach nicht. Ich müßte solch große Portionen in mich reinstopfen, das mir entweder elend wird oder ich mich total unwohl fühle und Magenschmerzen bekomme. Mache ich nicht. Sättigung ja, aber leider nur für einen kurzen Moment.

Demensprechend habe ich mir nun vor ca. zwei Wochen angewöhnt, einfach abends, wenn ich schon müde bin aber der Magen noch immer "was vertragen könnte", eine Scheibe Toast oder Sandwichbrot zu essen, zack eine Scheibe Scheiblettenkäse druff, fertig. Das geht leicht in die Schnute rein, läßt sich ohne großen Aufwand noch kauen und schlucken, und ein Schlückchen Wasser, damit es besser rutscht, geht auch immer noch rein.
Gestern abend habe ich gemütlich Tivi geguckt - tatsächlich habe ich eine ganze Weile vorne auf dem Sofa gehockt, was ich seit langem vermeide, da ich mich nicht anlehnen kann und der Schwankschwindel dann extrem ist. Und aufeinmal dachte ich, das ich nicht nur wieder eine Scheibe Toast mit Plastikkäse essen will, sondern so richtig Heißhunger auf Gürkchen hatte. Saure Gürkchen, sprich Cornichons. Gesagt, getan, ich habe gar nicht weiter darüber nachgedacht. Zwei Scheiben Toast, dazwischen Scheiblettenkäse, in vier Teile geschnitten, auf ein kleines Tellerchen ein paar Gürkchen gepackt - fertig war der abendliche Imbiss. Und was soll ich sagen? War zwar schon stellenweise echt sauer, aber sooo lecker! Mal was anderes, und ich denke, das werde ich nun öfter machen. Ich wußte ja gar nicht mehr, wie lecker so sauer Gürkchen sind!

Im übrigen: anders war auch, das ich eine Weile am Abend alleine daheim war (Ralf kurz auswärts unterwegs), das ich ganz ruhig sitzen konnte und einen Film ansehen. War mal was anderes, wie gesagt, in jeglicher Hinsicht! :O)


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