alles was vorher war...

Mit der Schilddrüsen-OP hat es begonnen, da dachte ich noch, alles käme in Ordnung.
Dann äußerten sich diese Symptome, und da nahm der Horror seinen Anfang. Schließlich kamen immer mehr Arztbesuche zu, und auch die Krankenhäuser blieben nicht aus.

Und alles was jetzt danach kommt, das schreibe ich hier nieder, denn mir wurde gesagt, ich leide unter einer psychosomatischen Ess-Störung... die sich als reine Angststörung entpuppt hat.

Montag, 20. Januar 2014

da wird das Essen zum Fluch

Seit Tagen fühle ich es schon, und deshalb bin ich heute morgen zur Blutabnahme gegangen - obwohl das so gar nicht mit dem Doc vereinbart war. Der hätte es nämlich am liebsten, das das Schilddrüsen-Stöckchen endlich ganz in den Händen des Endokrinologen liegen sollte. Aber bei dem hab ich erst in 2 Wochen einen Termin, und ich spüre, das wieder etwas mit meinen Werten nicht stimmt. Die Symptomatik ist die gleiche, die ich schon vor einigen Monaten hatte:

- Wahrnehmungsverschiebungen (ich stehe über mir; der Körper will innerlich aus der Reihe tanzen bzw. nach allen Seiten um sich schlagen; alles erscheint mir ganz weit weg zu sein; ich bin innerlich "hochgehoben", der Körper ist viel weiter unten; der Kopf scheint durchdrehen zu wollen; der Schwindel sitzt hinter den Augen und wartet nur darauf, mich überfallen zu können...)
- das Schwanken ist wieder schlimmer geworden;
- Laufen fällt mir wieder zunehmend schwerer;
- leicht reizbar;
- ständige Übelkeit;
- starke Konzentrationsschwierigkeiten;
- das Gefühl von ständigem Hunger und dennoch Sattsein;
- Enge im Hals;
- innerliches Beben und Erzittern, wenn ich mich sattessen will...

... und genau dieser letzte Punkt ist es, der es mir so schwer macht, alles andere zu ignorieren. Geht einfach nicht! Vor zwei Tagen hat es zum ersten Mal wieder begonnen, das ich während des Essens innerlich erzitterte und mir bei einem Bissen
(der nicht der "dann bin ich satt"-Bissen war) der Kreislauf schlapp machte. Nicht richtig schlapp, aber mir wurde schwindelig, schummrig, flatterig, das Herzrasen setzte ein und ich konnte das Essen nicht beenden, da ich mich hinlegen mußte, um nicht vom Stuhl zu fallen. Der Schwankschindel wird in solchen Momenten extrem, auch wenn man es von außen nicht sehen kann. Aber ich kann es fühlen, und das allein zählt, egal was die Ärzte sagen!
 Mittlerweile weiß ich, das das alles hormongesteuert ist. Dennoch empfinde ich die aufkommenden, stellenweise monoton auftretenden Schmerzen heftig am eigenen Leib, und - Angst hin oder her - dies macht es mir unmöglich, mich zu entspannen. Ich weiß, das die Hormon-Tabletten angeglichen werden müssen. Vor Weihnachten erfuhr ich ja, das ich wieder in der Unterfunktion stecke, woraufhin die Hormone verdoppelt wurden (auf läppische 50 µg). Nun will ich, das das nochmal angeglichen wird. Ich halte das nämlich keine 3 Monate am Stück aus, nur weil die Ärzte meinen, sie müßten mich als Versuchsmeerschweinchen benutzen. Klar, das Drama vom Beginn - Hormone immerzu viel zu rasch nach oben schrauben - will ich nicht mehr haben! Daraus habe ich die Lehre gezogen, das man seicht mit den Tabletten umgehen muß, will heißen langsam nach oben dosieren, um die Werte anzugleichen. Doch dazu müssen ständige Kontrollen erfolgen, und ein Arzt, der einfach nicht möchte, weil ihm das zu langweilig ist... naja...

Ich bin gespannt, was mich morgen früh erwartet, wenn ich wegen dem Ergebnis der Blutabnahme nachfrage. Hoffentlich kein Schockerlebnis, denn davon habe ich genug! Ich bin es leid, das das Thema Essen für mich zu einem Fluch wurde - dieses Gefühl immerzu Hunger zu haben und dennoch beim ersten Bissen satt zu sein... nicht schön.

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