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alles was vorher war...

Mit der Schilddrüsen-OP hat es begonnen, da dachte ich noch, alles käme in Ordnung.
Dann äußerten sich diese Symptome, und da nahm der Horror seinen Anfang. Schließlich kamen immer mehr Arztbesuche zu, und auch die Krankenhäuser blieben nicht aus.

Und alles was jetzt danach kommt, das schreibe ich hier nieder, denn mir wurde gesagt, ich leide unter einer psychosomatischen Ess-Störung... die sich als reine Angststörung entpuppt hat.

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Freitag, 7. Februar 2014

unerwartetes Wiederhören

Dieser Tage bei meiner Therapeutin:

Ich saß im Vorzimmer/Wartebereich, und aus den Lautsprechern rieselte wieder - wie gewohnt - klassische Musik. Ich bin nicht der anerkannte Klassik-Fan. Zu wenig kreischende Gitarren (ist klar, ne?). Doch plötzlich ein unerwartet vertrauter Klang. Diese Melodie, die in Sekundenschnelle mein Herz erwärmte, mir in die Seele kroch und mich fast zu Tränen rührte - diese Melodie war mir so vertraut, so nah, als käme ich nach Hause. Es dauerte einen kurzen Moment, in dem ich angestrengt überlegte, aus welchem Film ich diese Klänge kannte. Das die Musik aus einem Film stammte war mir sofort klar, woher sonst hätte ich als alter Filmnarr Instrumentalmusik kennen sollen? ;)

Ich sah die Szenen, die mich auch heute noch, nach all den Jahren, die ich diesen Film schon so oft gesehen habe, zu Tränen rühren, ganz deutlich vor mir: der Ritter, der sich von dem Drachen verabschieden muß, zwangsläufig, ein todgeweihter Drache, der letzte seiner Art, der wiederum erquickt darauf war, in den Drachenhimmel einzugehen. Der Ritter ist sichtlich angegriffen, möchte den Drachen retten, um jeden Preis.
"Wonach sollen wir uns richten?" fragte er den Drachen, der am Boden liegt.
"Nach den Sternen, Bowen, nach den Sternen," antwortet Draco, der Drache.
... und als der Drache sich nach und nach in pure Energie verwandelt um endlich in den Drachenhimmel einzugehen, da gibt es kein Halten mehr und mir rinnen die Tränen die Wangen hinunter...

... und so sitze ich im Wartebereich, nur diese 3 Minuten der Melodie im Herzen, und fühle die Hoffnung wachsen.


Samstag, 25. Januar 2014

"Angst essen Seele auf"

Auch wenn meine Situation so gar nichts mit dem zu tun hat, um was es in dem traurig-schönen Film von Rainer Werner Fassbinder (1974) geht, so trifft der Titel doch den Nagel auf den Kopf. Am Dienstag habe ich erfahren, das mein TSH-Wert bei 12,8 liegt - bei der letzten Blutabnahme lag er bei 12,9, nachdem ich gerade knapp eineinhalb Wochen die 50 µg L-Thyroxin eingenommen hatte. Ich hatte dieser Tage noch gesagt, das ich mich seltsam fühle und das ich spüren könne, das etwas mit dem Wert nicht stimme. Stagnierung eben. Wenn dieser Wert sich nicht dem Normalbereich nähert, dann wird sich mein Körpergefühl nicht ändern/bessern. Andererseits war es ein Zeichen, das ich den Wert (egal in welchem Bereich er sich bewegt) halten kann, wenn ich mich weiterhin so ernähre und verhalte, wie ich es momentan tue. Aber: das ist nicht das Leben, das ich so geführt habe und auch nicht führen will - nicht dauerhaft! Dieses elende Frühaufstehen - ich bin immer eine Nachteule gewesen, das kann ich in den letzten fast 5 Monaten nun schon komplett vergessen. Und seit einigen Tagen geht es gegen 17 Uhr Nachmittags schon los, das mir schindelig wird, ich mich nicht mehr gerade halten kann, mir alles vor den Augen verschwimmt und ich das Gefühl habe, mein Kopf "bleibt stehen", verkrampft. Mich reißt es um, seit 3 Tagen nun. Seit ich die 75 µg nehme, die mein Hausarzt meinte mir verordnen zu müssen. Ist natürlich auch besser, ich selber wollte das so. Allerdings wollte ich eine Steigerung von 12,5 µg, damit es eben nicht so heftig wird mit der Angleichung - denn das Spielchen hatten wir schon sooo oft in den vergangenen Monaten.
 Die Angst hat also ihre kalten, stählernen Klauen wieder um mein Herz gekrallt, und es gibt kein Entrinnen. Ich komme nicht raus, nicht drüber hinweg über dieses Gefühl des Todes. Alle Ärzte sagten/sagen mir, das das alles vorbei geht, das ich daran nicht sterben werde (Gelächter im Kopf), das ich über dieses Angstgefühl hinweggehen muß... Aber wenn ich dann alleine hier zu Hause bin - oftmals jetzt seit einer Woche wieder dann ständig im Bett, weil ich mich total aus der Reihe fühle - dann liege ich rum, kann keine Ruhe finden, bin aufgewühlt und voll von Angst. Und dann fühle ich, wie die Angst meine Seele frißt, Stückchen für Stückchen, läßt sie sich jeden kleinen Happs genüsslich schmecken.